Die Alzheimer-Krankheit ist eine progressive neurodegenerative Erkrankung, die hauptsächlich das Gedächtnis und die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt.
Sie entsteht durch die Ansammlung von Amyloid-Plaques und Tau-Proteinen im Gehirn, was zum allmählichen Absterben von Nervenzellen führt.
Diese Erkrankung macht etwa 60-70% aller Demenzfälle aus.
Die Parkinson-Krankheit ist eine chronische Bewegungsstörung, die durch den Verlust von Dopamin-produzierenden Nervenzellen im Gehirn verursacht wird.
Sie äußert sich primär durch motorische Symptome wie Tremor, Steifheit und verlangsamte Bewegungen.
Anders als bei Alzheimer stehen hier die Bewegungseinschränkungen im Vordergrund.
Während Alzheimer hauptsächlich kognitive Funktionen betrifft, beeinträchtigt Parkinson vorrangig die Motorik.
Beide Erkrankungen teilen jedoch gemeinsame Merkmale wie progressive Verschlechterung und das erhöhte Auftreten im höheren Lebensalter.
In Deutschland sind etwa 1,6 Millionen Menschen von Demenz betroffen, während circa 400.000 Menschen mit Parkinson leben.
Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 65. Lebensjahr deutlich an.
Die ersten Symptome der Alzheimer-Krankheit sind oft subtil und werden häufig als normale Alterserscheinungen fehlgedeutet.
Zu den frühen Warnzeichen gehören Gedächtnisverlust, der den Alltag beeinträchtigt, Schwierigkeiten bei der Problemlösung und Verwirrung bezüglich Zeit und Ort.
Die charakteristischen Parkinson-Symptome entwickeln sich meist schleichend:
Die Diagnose beider Erkrankungen erfolgt primär klinisch durch spezialisierte Neurologen.
Bei Alzheimer werden neuropsychologische Tests, Bildgebung und Liquoranalysen eingesetzt.
Parkinson wird hauptsächlich anhand der motorischen Symptome diagnostiziert.
Der Hausarzt spielt eine entscheidende Rolle bei der Erstbeurteilung und Überweisung an Fachspezialisten, da eine frühe Diagnose die Behandlungsmöglichkeiten erheblich verbessert.
Die medikamentöse Therapie der Alzheimer-Demenz konzentriert sich darauf, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
In deutschen Apotheken stehen verschiedene bewährte Medikamentengruppen zur Verfügung.
Die wichtigsten Wirkstoffe dieser Gruppe sind Donepezil, Rivastigmin und Galantamin.
Diese Medikamente erhöhen die Verfügbarkeit des Neurotransmitters Acetylcholin im Gehirn und werden hauptsächlich bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz eingesetzt.
Häufige Nebenwirkungen umfassen Übelkeit, Durchfall und Schwindel.
Memantin ist der Hauptvertreter dieser Wirkstoffklasse und wird bei mittelschwerer bis schwerer Alzheimer-Demenz angewendet.
Es reguliert die Glutamat-Aktivität im Gehirn und kann kognitive Funktionen stabilisieren.
Die Forschung arbeitet intensiv an innovativen Behandlungsmöglichkeiten, einschließlich Antikörper-Therapien gegen Amyloid-Plaques.
Diese befinden sich teilweise in fortgeschrittenen klinischen Studien.
Die Behandlung der Parkinson-Krankheit erfordert eine individuell angepasste Medikation, die den Dopaminmangel im Gehirn ausgleicht und motorische Symptome kontrolliert.
Levodopa gilt als Goldstandard der Parkinson-Therapie und wird meist in Kombination mit Carbidopa oder Benserazid verabreicht.
Diese Kombinationen verhindern den vorzeitigen Abbau von Levodopa außerhalb des Gehirns und verbessern die Wirksamkeit erheblich.
Wirkstoffe wie Pramipexol, Ropinirol und Rotigotin imitieren die Wirkung von Dopamin direkt an den Rezeptoren.
Sie werden häufig als Ersttherapie bei jüngeren Patienten oder als Ergänzung zu Levodopa eingesetzt.
MAO-B-Hemmer (Selegilin, Rasagilin) und COMT-Hemmer (Entacapon, Tolcapon) verlängern die Wirkdauer von Dopamin im Gehirn und optimieren die Therapieeffekte.
Neben der medikamentösen Behandlung spielen begleitende Therapien eine zentrale Rolle bei der Behandlung von Alzheimer und Parkinson.
Diese unterstützenden Maßnahmen können die Lebensqualität erheblich verbessern und den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
Regelmäßige Bewegung und gezielte physiotherapeutische Übungen helfen dabei, die Mobilität zu erhalten und Steifheit zu reduzieren.
Speziell bei Parkinson können Gleichgewichtstraining und Koordinationsübungen das Sturzrisiko minimieren.
Ergotherapeutische Maßnahmen und kognitive Trainings unterstützen den Erhalt alltäglicher Fähigkeiten.
Memory-Training und Denkspiele können bei Alzheimer-Patienten die geistige Aktivität fördern.
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